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Hilfen für freilebende Igel (Überwinterung in Gefangenschaft siehe "Der Igel")
Quartiere für den Winterschlaf in Freiheit
Früher überwinterten viele Igel in hohlen Bäumen, die aber heute kaum noch jemand im Garten duldet und die es in der freien Landschaft kaum noch gibt. Fest aufgesetzte Holzstösse, Gartenlauben und offene Schuppen, oft als Winterquartier benutzt, sind selten geworden.
Aber auch dichtes Gebüsch bietet Schutz. Im vorigen Jahr überwinterte bei uns ein Igel unter einem Laubhaufen, den er kunstvoll zwischen Zweigen des niedrigen grossblütigen Johanniskrauts (Hypericum calycinum) aufgeschichtet hatte. Nach Norden, Osten und Westen hin war die Behausung durch Strauchwerk ein wenig gegen Wind, Schnee und Regen geschützt, nach Süden jedoch frei. Sehr vorsichtig und leise, um ihn nicht zu vertreiben, breitete ich als Schutz gegen Nässe ein Stück feste Gartenfolie über die Igelbehausung und beschwerte die Folie an den Seiten mit stabilen Holzplatten. Vorn und hinten lag sie nicht fest auf, damit der Igel genug Luft bekommt und kein Schwitzwasser entstehen konnte.
Ausserdem steht in unserem Garten ein stabiles Igelhaus unter der Fichtengruppe auf einer Steinplatte. Hier ist es auch bei grosser Nässe immer recht trocken -
Das Igelhaus -
Beim Nachbarn trug der Gartenigel in der nicht gerade geräumigen äusseren Höhlung eines Kellerfensters viel Laub zusammen und machte dort seinen Winterschlaf. Da das "Wohnungsangebot" für Igel nicht gross ist, war er mit diesem Plätzchen zufrieden, denn hier boten die Hausmauer im Norden, ein Trennmäuerchen zum Nachbargarten und Buschwerk nach Osten und Westen Schutz.
Bastelanleitung für ein Igelhaus im Garten. Das Dach ist abnehmbar, so dass Heu, Laub oder die geknüllten Zeitungen, mit denen der Schlafraum gefüllt ist, einmal im Jahr ausgewechselt werden können.
